Steigende Zahlen bei offenen Stellen
Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ist die Zahl unbesetzter Stellen in Deutschland zwischen 2021 und 2022 um satte 139 % gestiegen. Allein im Sommer 2024 blieben rund 1,3 Millionen Stellen unbesetzt – eine Zahl, die laut Prognosen auf bis zu sieben Millionen anwachsen könnte, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Um einen Kollaps des Arbeitsmarktes und der Sozialsysteme
zu verhindern, bräuchte es laut dem ehemaligen Chef der Arbeitsagentur, Detlef Scheele, jedes Jahr rund 400.000 Zuwandererinnen. Für Arbeitgeberinnen bedeutet der Fachkräftemangel nicht nur zusätzliche Belastungen und Verzögerungen im Arbeitsalltag, sondern auch steigende Kosten: Im Schnitt erhöht eine
verlängerte Personalsuche die Einstellungskosten um 13,7 %. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, wurde im November 2023 das Fachkräfteeinwanderungsgesetz reformiert.